Stecken geblieben

 

Wir sind auf dem Weg nach Istanbul und das Navi lotst uns auf der Stadtautobahn über den Bosporus. Der europäische Kontinent hat uns wieder.

 

Weiter geht es Richtung Stadtzentrum. In Istanbul am Meer gibt es einen Stellplatz für uns.

Geleitet vom Navi, schlängeln wir uns durch die Stadt.

Plötzlich vor uns eine Baustelle, wir folgen der Umleitung.

Wo lang jetzt? Rechts oder Gerade aus? Nach Rechts!! Der Navigator ist überfordert.

Die Strasse wird immer enger. Einbahnstrasse. Wir kommen gerade noch so durch.

Nächste Entscheidung, Rechts oder Links?

Das Navi hat schon aufgeben und lässt uns im Stich! Wir entscheiden uns für links. Die Gasse ist nun zu eng. Wenden ist unmöglich.. Hinter uns hupende Autos, vor uns verdutzte Gesichter.

Wie finden wir hier wieder heraus???

 

Und dann…….

nichts geht mehr, wir bleiben stecken! Die gepflasterte Gasse ist einfach zu eng für unsere 2,40 m breite KATze.

An den parkenden Autos gibt es kein Vorbeikommen.

Was nun?

 

Ich steige aus und versuche den Fahrer von dem parkenden Lieferwagen ausfindig zu machen. Dabei hilft mir ein Türke und ruft den Besitzer über Handy an. Inzwischen laufe ich die Gasse nach unten um zuschauen, wie wir aus dem Wirrwarr wieder herauskommen. Oh nein, um wieder auf der Hauptstrasse zu gelangen, müssen wir um eine schmale 90 Grad Kurve. Das ist unmöglich.

Ich laufe wieder zurück. Der Fahrer vom Lieferwagen macht uns inzwischen den Weg frei.

Mit Hilfe eines jungen Türken und dem dortigen Gemüsehändler versuchen wir die Besitzer der anderen Autos ausfindig zu machen. Es wird telefoniert und über Balkone kommuniziert. Die ganze Strasse steht Kopf, um uns zu helfen. Obwohl viele nur türkisch können, verstehen sie uns alle: Wir wollen hier wieder heraus!

Ein englisch sprechender Türke bestätigt uns, daß wir nicht um die 90 Grad Kurve mit unserer 16 Tonnen schweren KATze kommen.

So ein Mist!

Jetzt gibt es nur noch eine Ausweg: Wir müssen zurück!!

Ca. 100 Meter und dann links, erklärt uns der nette Türke.

Also manövriert uns Karsten in Millimeterarbeit die 11m lange KATze aus den schmalen Gassen. Respekt!

Ich hingegen stehe unter Spannung,  denn teilweise sind nur 2 cm Platz zwischen unserem LKW und den parkenden Autos. Ich gestikuliere wild um mich herum, versuche Karsten aus den Gassen heraus zusteuern, halte den Verkehr auf und kommuniziere auf deutsch, englisch und türkisch mit unseren Helfern.

Nach unfallfreier Rückwärtsfahrt, heißt es hier links runter zur großen Strasse.

Ich sage danke und bin sehr erleichtert, als uns die Hauptstrasse wieder hat.

Das Navi hat sich auch wieder erholt und versucht uns weiter zu leiten.

 

Wir atmen tief durch und geniessen nun der Flair der Stadt mit Vorfreude auf unser Ziel. Die Fahrt geht weiter über eine Brücke in die Altstadt.

 

Stop! Vor uns eine Brückenunterführung mit einer max. Höhe von 3,70 m.

Mist! Unser Gefährt ist 4 m hoch. Ziel unerreichbar!

Es gibt nur den Weg wieder zurück über die Brücke, von wo wir kamen.

Ich gebe auf und wir beschliessen mit einem Blick auf die blaue Moschee, uns die Stadt im nächsten Urlaub anzuschauen.

 

 

1 comment for “Stecken geblieben

  1. Rebekka, Marc & Jasmin
    21. März 2013 at 15:22

    Hallo ihr beiden!
    Ihr habt aber auch ein Glück!!!!!!
    Das eine Land lässt euch nicht rein (am Zoll), das andere Land nicht durch… (…die Stadt!) Grins
    Aber ich glaube ihr habt trotzdem sehr viel Spaß wie ich so lese!
    Jasmin fragt andauernd warum Elli so lange in Urlaub fährt, du sollst endlich wieder Daheim bleiben!
    Ich glaube mit dem Begriff Weltreise weiß sie nicht wirklich was anzufangen! Smile
    Gute Reise weiterhin!
    Gruß Marc und seine Weiber

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