Die letzte Station in der Türkei

 

Nur 35 km trennt die Stadt Dogubayazit von der iranischen Grenze. Eine staubig-öde Stadt, die ins Leere des ostanatolischen Hochlandes gebaut wurde. Im Hintergrund grüßt majestätisch der schneebedeckte Ararat (5137 m), der höchste Berg der Türkei.

 

 

 

 

Um den biblischen Ararat ranken sich unzählige Legenden. Die Bekannteste ist die Geschichte von der Arche Noah, die während der Sintflut hier gestrandet sein soll.

Über der Stadt erhebt sich auf einer Felsnase der Ishak-Pascha-Palast.

Auf dessen Parkplatz wir die Nacht verbringen und einen grandiosen Ausblick auf die Stadt und das umliegende Gebirge geniessen.

Am nächsten Morgen erkunden wir die große Palastanlage die sich als Irrgarten an Räumen und Gängen erweist. Im 9. Jh. v. Chr. wurden die ersten Grundsteine gelegt. Die heutige Gestalt erhielt der Palast im 18. Jh. als der kurdische Emir Ishak Pasa reich geworden durch Raubzüge und Wegezölle, die Burganlage ausbauen ließ.

 

Vom Vorhof gelangt man zu den Unterkünften der Diener und zu den unterirdischen, dunklen, kalten Verliesen. Das Hauptgebäude erreicht man durch ein hohes verziertes Steinportal. Indem befindet sich unter anderem die Palastmoschee aus weißem Stein. Sehr weitläufig ist ebenfalls der Haremstrakt mit insgesamt sieben Zimmer und jeweils mit offenem Kamin, versteht sich!

 

 

 

 

Man fühlt sich  um 200 Jahre zurück versetzt und spürt die Erhabenheit, die dieser Palast ausstrahlt.

 

Um den Palast stehen noch die alten Mauerreste der Vorgängensiedlung, die von den vorbeiziehenden Karawanen auf der Seidenstrasse Wegezoll verlangten.

 

So ist Dogubayazit damals wie heute ein wichtiges Transitzentrum, wenn auch persische Seidenhändler iranische Benzin-und Zigarettenschmuggler abgelöst haben.

 

So wird es nun langsam Zeit uns von der Türkei zu verabschieden und weiter der Seidenstrasse Richtung Persien zu folgen.

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