Monthly Archives: November 2012

Impressionen aus Rumänien

Ausblick ins Tal

Wir zwei 🙂

Tierische Freunde von unterwegs

Einer von vielen Stellplätzen in Rumänien

Rumänien-Donaudelta

 

 

Karsten und ich haben heute einen romantischen Bootsausflug ins idyllische Donaudelta mit einem Fischer unternommen.

Diese Landschaft ist einzigartig in Europa.

 

 

Wir waren auf dem südlichsten Donauarm unterwegs, der u.a.in vier Seen mündet und von Schilfinseln umgeben ist.

Die meisten Vögeln sind schon weiter in den Süden geflogen, aber ein paar haben wir noch erspähen können.

 

 

Richtung Süden

Es ist beschlossen: Wir fahren über Moldawien, Rumänien und Bulgarien direkt in den Süden der Türkei.

Alles weitere folgt in den nächsten Tagen

Nebelwald

Etwas verspätet, ein kleines Erlebnis am Rand….

 

Zwischen Lemberg und Odessa haben wir mehr durch Zufall Nebelwald entdeckt. Wir waren etwas spät drann mit der Schlafplatzsuche und es war bereits dunkel. Auf einer kleinen Seitenstraße fanden wir ein Wäldchen, kaum 20 Meter breit, von dichtem Nebel umhüllt. Ideal für uns, denn so kann uns niemand sehen und es verspricht, eine ruhige Nacht zu werden.

Was uns jedoch wunderte, es regnete und regnete die ganze Nacht durch, dabei war noch vor 10 Minuten strahlend blauer Sternenhimmel???

Na Ihr cleveren Füchse, wisst Ihr warum es auf einmal geregnet hat? Wir sind gespannt auf Eure (kreativen) Antworten!

Planänderung!?!

 

Voller Vorfreude auf Kasachstan und Usbekistan reisen wir am frühen Morgen über einen kleinen Grenzübergang aus der Ukraine aus und nach Russland ein.

Als Erstes muss man an der russischen Grenze eine Migrationskarte ausfüllen, dann kommt die Passkontrolle und schon war der Einreisestempel im Pass.

Nur noch die Zollkontrolle….

Dort hat sich dann nach langem Warten, Anstehen, Formulare ausfüllen, Warten und deutsch/englisch/russischen Diskussionen herausgestellt, dass Touristen seit Ende 2011 nur mit einem Fahrzeug unter 5 Tonnen einreisen dürfen.

Unsre „KATze“ liegt leider deutlich über dem Gewicht.

Alle Bemühungen, die Beamten davon zu überzeugen, uns doch einreisen zu lassen, wurden zerschlagen.

Also wurden wir leider höchstpersönlich von dem „Offizier of the border“ mit den Worten „Sorry, you must go back to Germany“, aus dem Lande verwiesen.

In Nullkommanichts hatten wir unseren Ausreisestempel im Pass.

Wir haben in unseren Recherchen nie etwas davon gelesen, auch die russischen Botschaften, bei denen wir alle Papiere einreichen mussten, haben uns auf dieses wichtige Detail nicht aufmerksam gemacht.

Naja, immer hin waren wir mal in Russland für ganze 6 Stunden.

Dafür hat uns die ukrainische Seite umso freundlicher (aber auch sehr verdutzt) wieder empfangen. Man spürte, dass sie uns gerne irgendwie weiter geholfen hätten…………

 

Jetzt bin ich mal dran

Nicht dass Ihr mich falsch versteht: Ich liebe es auf Achse zu sein! Alleine schon die vielen Männer, die ich unterwegs treffe und denen ich den Kopf verdrehen kann. Nein nein, ich bin kein leichtes Mädchen, ich liebe es einfach begehrt zu werden und herum zu zicken, doch darum soll es jetzt gar nicht gehen. Es geht darum, dass ich immer zu Hause hocken muss, wenn die anderen sich vergnügen und „Sideview“ machen gehen…. „Die anderen“- damit meine ich mein Herrchen und seine neue Freundin- naja so neu ist sie eigentlich nicht mehr. Früher durfte ich überall mit, doch seit mein Herrchen mit diesem Mädchen rum macht, hat sich so einiges geändert- nicht einmal mehr auf’s Sofa darf ich zum Knuddeln. Dabei hab ich den süsesten Blick drauf. Dem ist jeder unterlegen, zwischen Hamburg und Mauretanien habe ich sie alle bezwungen: Da waren die Katzenliebhaber, die glaubten mit mir könnten sie nichts anfangen. Oder die Hundehasser, die mich lieben gelernt haben- ja sie streicheln mich inzwischen sogar. OK, abschlecken darf ich sie immer noch nicht, aber ich versuchs trotzdem immer wieder, denn ich glaube im Grunde mögen sie meine Liebesbekundungen, nur da sind sie viel zu harte Brocken um dass zu geben zu können. Ist ja auch egal, denn mit meinem Blick kann ich Herzen erweichen. Und dieses Mädchen bekomme ich auch noch hin! Da ist z.B. die Sache mit den Sitzplätzen bei uns im Führerstand: Früher war es dort etwas enger und mein Platz war, ganz klar, direkt neben meinem Herrchen auf dem Beifahrerplatz. Jetzt haben wir eine Sitzbank und das Mädchen wollte doch glatt, dass ich immer auf dem Boden liege. Hey Leute, so etwas geht doch mal gar nicht! Ich liebe mein Herrchen und dann soll ich am anderen Ende auf dem Boden liegen- neeeeeeee. Gut, ich hab so etwa 2000 km gebraucht, aber egal, mein Blick hat auch sie bezwungen und nun liege ich auch auf der Sitzbank. Sie darf zwar noch direkt neben meinem Herrchen sitzen und gekrault werd ich von Ihr auch noch nicht so oft…. Ach ja von meinem Herrchen gekraut zu werden ist eh das Größte! Ich glaube so etwa muss es sich anfühlen, wenn man mit Schmetterlingen im Bauch Achterbahn fährt.

Die Streuner hier in der Ukraine tuen mir schon etwas leid, denn so ein tolles Gefühl werden sie wohl nie erleben. Ein bisschen doof sind die hier eh. Heute haben wir hier direkt am schwaren Meer, auf einer Anhöhe, halt gemacht und unser Lager aufgeschlagen. Auf dem Nachbarhügel liegen zwei so drollige Streuner herum. Der eine war ein bisschen arg klein, doch der andere war schon ganz interessant. Was soll ich sagen, kaum 10 Sprünge von uns entfernt und kommen doch par tou nicht zu uns rüber. Die sind hier einfach noch nicht so auf Tourismus eingestellt- pech für sie. Ach und am Sandstrand durfte ich auch wieder mal nicht mit, dabei liebe ich Sand doch direkt nach weißem Neuschnee ganz arg. Es ist schon doof, dass ich inzwischen blind bin, mein Herrchen hat da schon recht, wenn er mich nicht mit nimmt. Neulich bin ich doch Kopfüber aus unserem neuen Haus heraus gefallen und dass sind mal gut 1,7 Meter Höhe. Mensch ging mir da die Pumpe, hatte ich doch total vergessen, dass ich da nicht mehr einfach so heraus kann. Ja, so ist dass wenn man blind ist. Mann muss wirklich an alles denken: Wo steht mein Fressnapf, wo steht mein Wassernapf, wo steht mein Körpchen zum Schlafen….. Naja, wenn ich’s gerade mal nicht finde lege ich mich auch gerne einfach irgendwo in den Weg. Und da liege ich gerne! Draußen, da sind es gerade 0,5 °, bei uns hier drinnen 23° und dass Beste: Bei mir auf meinem Holzboden bestimmt 25°C. Ach ich liebe mein Herrchen und diesen kuschelig warmen Boden. Die Fußbodenheizung hat er bestimmt nur für mich eingebaut. Ihr wisst ja, mit meinem Blick bekomme ich jeden herum!Irgendwie bin ich jetzt ganz kuschlig müde, dabei wollte ich noch sooo viel erzählen. Jetzt wo ich Rentnerin bin, komme ich einfach zu nichts mehr…. gääähn. Freue mich schon von Euch wieder gekraut zu werden. Ihr wisst ja, auf dem Sofa von 4 Händen gekrault zu werden liebe ich am meisten, auch wie ich dass vermisse…………..

 

Eure Momo

 

PS: Cool, inzwischen werd ich auch totaaaallll viieeeeeel von dem Mädchen geknuddelt- jetzt darf sie bei uns bleiben- wuff

Der Tag am Meer

 

Bilder zum Träumen:

Der Beach am Schwarzen Meer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Schatz

 

 

 

 

 

Die Odyssee in Odessa

Die Oper von Odessa

Ab dem 5.11 sollte unser 5-tägiges Transitvisum für Russland laufen. Dank den schlechten ukrainischen Strassenverhältnisse, die wir unterschätzten und durch die Besorgung eines neuen Ölfilters, haben wir es leider zum besagtem Datum nicht geschafft.

Also war unser Plan in der nächst größeren Stadt mit russischen Konsulat, in unserem Fall Odessa, ein neues Visum zu beantragen.

Es begann die Odyssee in Odessa.

Montags war das Konsulat, nachdem wir es endlich mit dem Stadtplan (indem die Strassennamen kyrillischen geschrieben sind) gefunden hatten, geschlossen.

Dienstags waren die Wetterverhältnisse zu schlecht, um wieder mit dem Motorrad in die City zu fahren.

Mittwochs war das Konsulat offen und ein netter deutschsprechender Angestellte erklärte uns, dass wir ein E-Visa-Antrag, d.h. elektronisch übers Internet, stellen müssen. Also kauften wir uns eine SIM-Karte fürs Internet, die aber trotz ukrainischer/englischer Rücksprache mit dem Mobilfunkbetreiber einfach nicht funktionieren wollte.

Donnerstags in einer WI-FI-Zone in der City den Antrag ausgefüllt.

Freitags mal wieder zum Konsulat gefahren.Unser zuständiger Angestellte nahm den Antrag entgegen und meinte 240 US-Dollar, please!

Wir hatten keine US-Dollar und unsere Kreditkarte und tollen Euros wollte er einfach nicht haben.

Wir also los auf die Suche nach einer Bank. Wie es sich herausgestellt hat, ist es ziemlich schwierig in der Ukraine an US-Dollar zu kommen. Es musste dort in der Bank die Summe ukrainischer Währung abgehoben werden, die wir dann in US-Dollar tauschen konnten. Nachdem mein Personalausweis und Reisepass mit Einreisestempel kopiert wurde, bekamen wir endlich unsere 240 US-Dollar.

Zurück zum Konsulat – geschlossen- Mittagspause!!!

…………………………………

Am Montag hielten wir nun endlich unseren Reisepass mit neu beantragtem Transitvisum für Russland in unseren Händen.

 

Odessa

Hotel in Odessa

PRYVIT!

Heute haben wir die Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer erreicht.

Wir stehen an einer Steilklippe und haben beim Sonnenuntergang über dem Meer bei angenehmen aber windigen 16 Grad gegrillt.

 

Vogelschwärme sind an uns vorbei gezogen und wir haben die großen Frachtschiffe auf dem Meer beobachten können.

Lemberg

Was uns bereits aufgefallen ist: Parken geschieht hier sehr einfach, Blinker raus und anhalten- fertig. Insbesondere LKW stehen bevorzugt an den Ein- und Ausfahrten der Städte am Straßenrand. Allerdings sehen wir immer wieder Unfälle und so parken wir unser Wüstenschiff dann doch lieber etwas abseits auf 4 PKW- Stellplätzen.

 

Mit Reiseführer und Wörterbuch machen wir uns auf den Weg. Laut unserem Reiseführer soll es eine der schönsten Städte in der Ukraine sein und in der Tat gibt es viele Kirchen, Denkmäler, Katehralen und sonstige imposante Bauwerke zu entdecken.

 

 

Lemberg

Nur igendwie will es nicht so recht        zusammen passen: Auf der einen Seite sehen wir den Prunk, egal ob es nun eine Kirche oder ein feudales Haus ist, daneben steht dann wieder ein Haus, dass bei uns wohl als einbruchgefährdet eingestuft werden würde. Architektonisch aufwendige Häuserfronten wechseln sich mit Plattenbauwerken….

Die Straßen vom Lemberg

Auf den Straßen schlängeln sich viel zu viele Autos, Busse, LKW’s und ab und an auch noch Eselskarren. Die Gehwege gleichen wohl, am ehesten, dem Treiben in einem Ameisenhaufen, Es ist schier unmöglich neben einander hier durch zu kommen.

Lemberg