Monthly Archives: Oktober 2012

You have a small car

Mit diesen Worten wurden wir bereits an der polnischen Grenze begrüßt. Als wir dann Stunden später, keine 100 Meter weiter, auf der Ukrainischen Seite ebenfalls zu hören bekamen: „Hello, you have a small car“, war ich mir nicht mehr so ganz sicher, wie wir hier gesehen werden…

You have a smale car

 

Doch der Reihe nach: Es ist nun also soweit: Wir sind dabei Europa zu verlassen und kommen, es ist ca. 13:00 Uhr, an der Grenze zur Ukraine an. Wie auch an der Schweizer Grenze fahre ich selbstbewusst auf der Bus- Spur bis zum Grenzpfosten vor und spekuliere mit meinem 18-Tonnen Expeditionstruck auf Exotenbonus und somit auf schnelle Abfertigung. Zunächst sieht alles auch danach aus, ein Grenzbeamter schaut sich meine Papiere an und erläutert mir, dass er mich gerne abfertigen möchte aber leider nur Wohnmobile bis 3,5 Tonnen abfertigen darf. Alles andere müsse sich in der LKW- Spur einreihen. Wir überschlagen kurz: Die Schlange bei den LKW’s war sicherlich einen Kilometer lang. Sich hier am Ende anzustellen würde uns sicherlich einige Stunden kosten und wie sich später noch heraus stellen soll, wohl eher Tage. Doch was sagte unser freundliche Grenzer: Wir müssten zu dem kleinen weißen Haus, unseren Truck wiegen lassen- na gut, dass muss doch hin zu bekommen sein und steuere quer Feld ein direkt darauf zu. Auch hier treffen wir wieder auf nette und hilfsbereite Zöllner(rinnen). Sie winkt uns kurzerhand ein und so stehen wir nun ganz vorne in der LKW- Schlange- na also, geht doch!

Und dass hin und her gerenne ging los: Ein LKW ohne Waren, ein Carnet, dass abgespempelt werden wollte, waren offensichtlich Aufgaben die nicht im Verfahrenshandbuch zu finden sind. Um es mal abzukürzen, von der Pool- Position am polnischen Zoll, bis dann der Schlagbaum auf der Ukrainischen Seite für uns endgültig hoch ging, vergingen noch 6 lange Stunden und so rollten wir gegen 19:00 Uhr auf Ukrainischem Asphalt weiter gen Osten.

 

 

Wir müssen verrückt sein!

In Dresden wurde ich im Turbomodus durchgeleitet. Elisabeth war hier schon vor Jahren einmal gewesen und so der Meinung alles gesehen zu haben. Die Tour durch die City erinnerte mich ein wenig daran, wenn im Sommer die Japaner Heidelberg besuchen: Den Finger konstant am Auslöser der Kamera, ein Auge am Sucher und das Zweite vorbei schielend und Ausschau haltend, nach dem Guide, um nicht zu verpassen um welche Ecke er gleich weitereilt.

 

 

Am Abend verziehen sich die Wolken und geben einen freien Blick auf den tief blauen Abendhimmel. Es ist Vollmond, wir stehen auf einem gepflasterten Platz,

wir lauschen den Klängen eines Pianisten und lassen uns mit dem Anblick der Frauenkirche ins Land der Träume tragen…..

 

 

Doch die Temperaturen, inzwischen bereits unter 0°C sorgen dafür, dass wir nicht all zu lange Träumen. In der Nacht wird es dann noch weiter auf -4°C fallen. Noch immer in Deutschland, die Außentanks (Wasser) sind hier bereits eingefroren- wie soll dass weiter gehen, wenn wir erst in Kasachstan angekommen sind? Wir müssen verrückt sein, zu dieser Zeit dort hin zu fahren……..

Der erste Frost

Grüße aus Dresden

Haben uns unplanmäßig noch Dresden bei Abenddämmerung angesehen…

Frauenkirche

Zwinger

Jetzt gehts los :)

 

 

 

 

Hallo Ihr Lieben,

heute geht es endlich los…

Leider hat der Ausbau der “ KATze“, so heißt unser LKW, etwas länger gedauert als geplant. Dafür haben wir nun eine schöne Küche mit Sülmaschine, fließend warmes Wasser, eine gute Isolierung für die kalten Wintertage in Kasachstan und haben es versucht uns gemütlich einzurichten.

Außerdem habe wir nun fast alle Visas zusammen. Das für Turkmenistan besorgen wir unterwegs.

Wir starten heute in Richtung Polen

Los gehts………