Griechenland

 

Unsere letzten Tage in der Auszeit verbringen wir in Griechenland.

Wir leben uns in die europäische Kultur wieder ein….

 

Am Strand von Katerini finden wir unsere Ruhe. Hier sind wir einfach nur Urlauber.

Mit der Strandburg setzten wir ein letztes Denkmal unserer Reise.

Unvermittelbar

Ich hab die Ukraine gesehen, die Türkei durchquert, bin nun wieder aus dem Iran ausgereist und keiner wollte mich haben!

Wer hat mich in die Kuscheltierspendenbox, von Station Däumling, reingelegt? Ich bin leider unvermittelbar und möchte wieder abgeholt werden!

 

Euer Playgirl

Stecken geblieben

 

Wir sind auf dem Weg nach Istanbul und das Navi lotst uns auf der Stadtautobahn über den Bosporus. Der europäische Kontinent hat uns wieder.

 

Weiter geht es Richtung Stadtzentrum. In Istanbul am Meer gibt es einen Stellplatz für uns.

Geleitet vom Navi, schlängeln wir uns durch die Stadt.

Plötzlich vor uns eine Baustelle, wir folgen der Umleitung.

Wo lang jetzt? Rechts oder Gerade aus? Nach Rechts!! Der Navigator ist überfordert.

Die Strasse wird immer enger. Einbahnstrasse. Wir kommen gerade noch so durch.

Nächste Entscheidung, Rechts oder Links?

Das Navi hat schon aufgeben und lässt uns im Stich! Wir entscheiden uns für links. Die Gasse ist nun zu eng. Wenden ist unmöglich.. Hinter uns hupende Autos, vor uns verdutzte Gesichter.

Wie finden wir hier wieder heraus???

 

Und dann…….

nichts geht mehr, wir bleiben stecken! Die gepflasterte Gasse ist einfach zu eng für unsere 2,40 m breite KATze.

An den parkenden Autos gibt es kein Vorbeikommen.

Was nun?

 

Ich steige aus und versuche den Fahrer von dem parkenden Lieferwagen ausfindig zu machen. Dabei hilft mir ein Türke und ruft den Besitzer über Handy an. Inzwischen laufe ich die Gasse nach unten um zuschauen, wie wir aus dem Wirrwarr wieder herauskommen. Oh nein, um wieder auf der Hauptstrasse zu gelangen, müssen wir um eine schmale 90 Grad Kurve. Das ist unmöglich.

Ich laufe wieder zurück. Der Fahrer vom Lieferwagen macht uns inzwischen den Weg frei.

Mit Hilfe eines jungen Türken und dem dortigen Gemüsehändler versuchen wir die Besitzer der anderen Autos ausfindig zu machen. Es wird telefoniert und über Balkone kommuniziert. Die ganze Strasse steht Kopf, um uns zu helfen. Obwohl viele nur türkisch können, verstehen sie uns alle: Wir wollen hier wieder heraus!

Ein englisch sprechender Türke bestätigt uns, daß wir nicht um die 90 Grad Kurve mit unserer 16 Tonnen schweren KATze kommen.

So ein Mist!

Jetzt gibt es nur noch eine Ausweg: Wir müssen zurück!!

Ca. 100 Meter und dann links, erklärt uns der nette Türke.

Also manövriert uns Karsten in Millimeterarbeit die 11m lange KATze aus den schmalen Gassen. Respekt!

Ich hingegen stehe unter Spannung,  denn teilweise sind nur 2 cm Platz zwischen unserem LKW und den parkenden Autos. Ich gestikuliere wild um mich herum, versuche Karsten aus den Gassen heraus zusteuern, halte den Verkehr auf und kommuniziere auf deutsch, englisch und türkisch mit unseren Helfern.

Nach unfallfreier Rückwärtsfahrt, heißt es hier links runter zur großen Strasse.

Ich sage danke und bin sehr erleichtert, als uns die Hauptstrasse wieder hat.

Das Navi hat sich auch wieder erholt und versucht uns weiter zu leiten.

 

Wir atmen tief durch und geniessen nun der Flair der Stadt mit Vorfreude auf unser Ziel. Die Fahrt geht weiter über eine Brücke in die Altstadt.

 

Stop! Vor uns eine Brückenunterführung mit einer max. Höhe von 3,70 m.

Mist! Unser Gefährt ist 4 m hoch. Ziel unerreichbar!

Es gibt nur den Weg wieder zurück über die Brücke, von wo wir kamen.

Ich gebe auf und wir beschliessen mit einem Blick auf die blaue Moschee, uns die Stadt im nächsten Urlaub anzuschauen.

 

 

Traumlandschaft: Kappadokien

Wow! Der Anblick ist atemberaubend. So etwas habe ich noch nie gesehen.Man fühlt sich wie in einer anderen Welt, erschaffen von Kobolden und Feen.

 

Bizarre Tuffsteinformationen, skurril geformte Felsen und Höhlenwohnungen prägen das Landschaftsbild in Kappadokien.

Wir reisen durch die Traumlandschaft und entdecken unzählige sog. Feenkamine, das sind spitz zulaufende Tuffsteinfelsen in phantasievollen Gestalten.

 

In manchen Felsen kann man Wohnungen oder Kirchen besichtigen. Viele davon sind wegen Einsturzgefahr unbewohnt. Wir klettern die Tuffsteinpyramiden hoch und runter und laufen durch die Mondlandschaft.

 

 

Vielleicht kommt um die nächsten Ecke ein Hobbit 🙂

 

 

 

 

Underground City, Türkei

 

Es herrschen feuchte, kühle 7 Grad, Dunkelheit und Enge. Die Stirnlampe leuchtet mir den Weg durch ein Labyrinth aus schmalen Gängen. So schmal, daß ein aufrechtes Gehen oft nicht möglich ist, und daß man das Gefühle hat, in den Gängen stecken zu bleiben.

 

Wir finden in der Tiefe von Underground City ausgehöhlte Wohnungen mit Schlafräumen, Küchen und sogar eine Kirche. Die unterirdische Stadt besitzt 8 Etagen und reicht bis 110 m in die Tiefe.

 

 

Hier haben sich vor 4000 Jahren die Christen vor den Römern versteckt. Beim geringsten Anzeichen einer Gefahr verschwanden die christlichen Bewohner des Umlandes teilweise bis zu 6 Monaten in der Unterwelt.

Der Höhleneingang wurde mit einem schweren Steinrad verschlossen. Ich habe keine Ahnung, wie sie diesen Felsbrocken wieder entfernen konnten.

 

 

Ich war jedenfalls froh, nach der abenteuerlichen Besichtigung in der Tiefe, das Tageslicht wieder zu erblicken.

 

 

 

 

 

40 Tage Iran

Aus der Stille schrecke ich hoch. Der Muezzin ruft gerade zum Gebet. Der Muezzin? Moment, verschlafen reibe ich mir die Augen und schaue mich um, doch es ist zwecklos. Wo – bin – ich? Was ist passiert?

Gerade noch stand ich auf dem Gipfel des Ararat. Ich war von vollkommener Stille eingehüllt. Nur unterbrochen von dem zischen der eiskalten Luft, die rhythmisch von meiner Lunge eingesaugt wurde. Es war so ruhig- so friedlich- so leicht….

 

Ich richte mich auf, finde mich im Bett unserer KATze wieder und mein Atem zischt leicht, als ich die frische Morgenluft einatme. Der Norden Irans hat uns wieder und mit ihm die Kälte. Gedankenfetzen schießen mir durch den Kopf: Dass war es also- 40 Tage Iran:

 

Hello Karsten, Welcome to Iran! You are one hour to late“ schmettert mir ein älterer Herr mit verwusseltem weißen Haar entgegen. Es ist Hossain, der uns an er Türkisch- Iranischen Grenze bei der Einreise hilft, vor allem beim besorgen des Carnet, was wir für den Iran benötigen.

 

Autos fahren wie sie wollen: Mal rechts, mal links. Geblinkt wird grundsätzlich nicht, dafür wird von der Hupe rege Gebrauch gemacht. Menschen laufen kreuz und quer zwischen den fahrenden Autos hindurch. All dies ein heilloses Chaos, dass keinen klaren Gesetzmäßigkeiten folgt- wie auch immer, mir macht‘ s Spass!

 

Die Millionenmetropole Teheran, wo das Leben niemals schläft. Taxifahrer müssen nach dem Weg fragen, denn wie um Himmels Willen, soll sich ein Mensch denn all die Straßennamen merken können?

 

Riesige Wüstenregionen, in denen außer Staub und Stein vor allem eines anzutreffen ist: Nichts. Es nähert sich eine Staubwolke am Horizont und später gesellt sich ein quietschen und knarren, gepaart mit dem Motorengeräusch des blauen Lieferwagens, dazu. Ein letztes mal verschwindet er in einer Mulde zwischen Geröllfeldern ehe sein Motor verstummt. Näher kann der Fahrer sein Gefährt nicht an uns heran steuern und so laufen sie zu zweit die letzten 500 Meter zu uns herüber, während der Dritte am Fahrzeug bleibt um es, hier in der Einöde, zu bewachen. Als sich, später dann, dass blaue Vehikel wieder entfernt, sind wir um eine Einladung zum Essen reicher und die Ruhe setzt sich in der Ebene fort.

 

Wie Inseln tauchen Städte am Horizont auf. Die Stille weicht einem Ohrenbetäubendem Lärm, gemischt aus hupenden Autos und Motorengeräuschen. Die Stadt nimmt uns in sich auf. Mann schwimmt mit, im Strom des Verkehrs, in den Menschenmassen die sich durch die engen, unzähligen Gassen des Basars zwängen. Freundliche, neugierige Gesichter ziehen an uns vorbei. Hier und da ein „Welcome to Iran. May I help you?“

 

Jede Stadt erzählt Geschichten von tausenden von Jahren:

Qom mit seinem Heiligtum, dem Grab von Fatimeh Masumeh, der Tochter des 7. geistigen Führers (Imam). Sie ist auf Reisen erkrankt und hier gestorben. Die richtige Abstammung zu haben kann sich also auszahlen, ist sie doch, neben Mashhad, nun der wichtigste Pilgerort im Iran.

 

Kashan- Einst eine wichtige Stadt entlang der Seidenstrasse. Eingeschlossen von unscheinbaren Lehmwänden stehen sie noch heute da: Die palastartigen Häuser der Kaufmannsleute von einst.

 

 

Tapas- eine Wüstenoase mit ihrer wunderschönen Gartenanlage umgeben von Geröll und Sand. Selbst im tiefen Winter ist es hier noch angenehm warm.

 

 

 

Isfahan- Die Hauptstadt des Tourismus, und dies nicht ohne Grund: Der Imam-Platz beeindruckt jedermann gleichermaßen und lädt zum verweilen ein. Viele einheimische sitzen auf den parkähnlichen Grünflächen und machen Picknick.

 

 

Shiraz- Die Stadt der Dichter und des Bazars. Stundenlang laufen wir durch die Gassen und beobachten das Treiben. Bunte, leuchtende Stoffe sind gerade der Renner, kein Wunder denn das Neujahrsfest steht an.

 

Persepolis- Eine Stadt mit einem riesigen Palastgelände von rund 125.000 qm. Gegründet 518 v. Chr. von Darius dem Großen mit der einzigen Aufgabe: Bei zeremoniellen Anlässen, Quartier für die achämenidischen Herrscher zu sein. Nur rund 200 Jahre später wurde die Stadt, von Alexander dem Großen, wieder zerstört und nie wieder aufgebaut.

 

Busher- Zeit zum Ausspannen. Sonne und Meer lassen die Fahrerei vergessen. Palmen wachsen wie Unkraut am Strand und der Fischreichtum ernährt nicht nur die Einheimischen. Die Tage vergehen und unsere Besucherzahlen steigen stetig an. Vom Ziegenhirten bis zum Bankangestellten, alle kommen sie, wollen uns kennen lernen, uns Ihr Land zeigen.

 

Nun stehen wir wieder in Tabriz, unserem Ausgangspunkt auf der Entdeckungsreise durch den Iran. Wir sind über 6.000 km gefahren und doch haben wir noch lange nicht alles gesehen. Eines jedoch ist klar: Noch nie haben wir so viele nette und hilfsbereite Menschen getroffen wie hier im Iran.

Diashow

Für alle, die es noch nicht gesehen haben sollten:

Wir haben für Euch eine kleine Diashow vom Iran (Teil 1) zusammen gestellt. Ihr findet es über den Menüpunkt „Diashow“ (Oben)

Persischer Golf

 

Am persischen Golf in der Nähe von Bushehr haben wir unter Palmen ein nettes Plätzchen am Strand für uns gefunden. Wir geniessen das schöne Wetter und unsere täglichen Aufgaben bestehen aus:

 

Wassertemperatur checken

 

Am Strand Muscheln suchen

 

Frisch gefangenen Fisch grillen

 

Einheimische kennenlernen

 

Sonnenuntergänge geniessen

Eine Fatamorgana?

 

Reife Datteln hängen an den Palmen.

Saftige Orangen an den Bäumen.

Blühende Blumen zwischen grünen Sträuchern.

Der Springbrunnen plätschert vor sich hin.

Pelikane versammeln sich um die Wasserstelle.

 

Eine Fatamorgana oder Tabas, die größte Oase in der nördlichen Wüste Irans.